Slang mexicano

Wenn Sie zum ersten mal nach Mexiko kommen und Sie bereits gewisse Vorkenntnisse in Spanisch haben, werden Sie verwundert sein wieviele spezielle Wörter hier verwendet werden, von welchen Sie noch nie gehört haben. Wenn Sie ein Wörterbuch verwenden, können Sie sicher sein, dass der erste Eintrag sicher NICHT das in Mexiko übliche Wort ist. Aus diesem Grund stellen Ihnen Luis und Alejandra in dieser Rubrik einiges an mexikanischen Fachvokabular, dem „slang mexicano“ vor:

  • agua de jamaica: Hibiscus-Saft, welcher häufig bei einer „comida corrida“ inkludiert ist
  • aguacate: Avocado, wohl eine der wichtigsten Zutaten in der mexikanischen Küche
  • albóndigas: Fleischbällchen
  • albur: ein Wortspiel, mit welchem man Worten eine andere Bedeutung gibt, in Mexiko sehr oft anzutrefen, jedoch für Ausländer zumeist schwierig zu verstehen
  • antojito: ein Gusto-Happen, etwas was Appetit auf mehr macht
  • antro: eine Bar/Diskotek
  • atole: prähispanisches, süßliches Getränk aus Mais
  • barra libre: Wenn Sie das vor einer Bar lesen, treten Sie unbedingt ein! Es bedeutet soviel wie „Freibier“!!!
  • borrachera: das Besäufnis
  • botana: Chips, Popcorn und anderer Knapperspaß (und davon gibt es in Mexiko eine ganze Menge), Mexikaner lieben „botanas“ zu jeglicher Gelegenheit
  • bote: in Nordmexiko eine Dose Bier, „Pásame un bote!“. Kann aber auch „Hintern“ bedeuten, „Pásame un bote, que quiero mover el bote!“
  • burrito: gerollte Weizentortilla mit Füllung, amerikanisch-mexikanische Speise!
  • caballito: ein Schnapsglas bzw. Stamperl
  • cabrón: der Ziegenbock, wird aber zumeist als direkte Ansprache für Freunde oder Feinde verwendet. „Ay cabrón!“ kann je nach Tonlage viele verschiedene Sachen audrücken
  • cachondo: geil (im sexuellen Sinn)
  • caguama: eigentlich eine Meeresschildkröte, der Begriff wird allerdings für die großen Bierflaschen (1,2 Liter) verwendet
  • camarón: Shrimps bzw. Scampis
  • cantina: eine urige Bar bzw. ein Beisl
  • carnal: ein Kumpel/Freund; „Qué onda, carnal?
  • CDMX: neuer Markenname für die Hauptstadt Mexiko-Stadt, welche von einem „Distrito Federal“ in einen „Estado“ (Bundesstaat) umgewanderlt werden soll. Die Bewohner der Hauptstadt ignorieren dieses neue Branding bzw. diese neue Vermarkungsstrategie allerdings erfolgreich und nennen ihre Stadt weiterhin „DeEfe“ (D.F.)
  • chafa: mies/schlecht; „Ese hotel estuvo bien chafa!
  • chamba: die Arbeit bzw. die „Hackn“
  • chapulín: Grashüpfer; an vielen Orten Mexikos eine kulinarische Spezialität
  • chela (chelita): das Bier; „Pásame una chelita, hermano!”
  • cheve: bedeutet ebenfalls Bier, jedoch eher in Nordmexiko gebräuchlich
  • chicharrón: fritierte Schweinehaut
  • chido/a: das wohl meistverwendete Wort in Mexiko, bedeutet in etwa „cool“, „super“, „klasse“, „genial“, usw… „Esa playa está bien chida!
  • chilango/a: aus Mexiko-Stadt kommend bzw. die Bewohner des D.F.
  • Chilangolandia: Mexiko-Stadt
  • chilaquiles: leckeres Frühstück mit trockenen, knusprigen Tortilla-Chips in einer Chillisauce gebacken
  • chingar: das „magische“ Verb in Mexiko, kann hunderte verschiedene Bedeutungen haben, zumeist eher negativ wie z.B. „Chinga tu madre!“ („F*** deine Mutter!“)
  • chingón: leitet sich auch vom Verb „chingar“ ab, hat jedoch eine positive Konnotation und bedeutet in etwa „genial“, wie z.B. „Ese viaje estuvo muy chingón!
  • cholo: ein Prolo
  • chulo/a: hübsch, fesch
  • chupacabras: ein mexikanisches Fabeltier, welches sich in ländlichen Gegenden umhertreibt und in der Nacht Schafe und andere Tiere auf Bauernhöfen attackiert und tötet
  • chupar: eigentlich „saugen“, aber in der umgangssprachlichen Verwendung bedeutet es eher „saufen“, z.B. „Vamos a chupar unas caguamas, cabrón!
  • comal: traditionelle Herdplatte zur Zubereitung von Tortillas
  • comida corrida: Wenn Sie mal zur Mittagszeit großen Hunger haben und wenig Geld ausgeben möchten, betreten Sie ein Restaurant wo es die sogenannte „comida corrida“ gibt! Hier bekommen Sie für ca. 40-50 Pesos ein gesamtes Menü mit Vorspeise (normalerweise eine Suppe), Hauptgang, Nachspeise und einem Saft, „buen provecho„!
  • compadre: Kumpel, Vetter
  • conquista: die Eroberung Mexikos durch die Spanier und der Beginn der jahrhundertelangen Unterdrückung durch den Kolonialismus
  • cotorrear: plaudern, quatschen, „el cotorreo“ ist das Gequatsche, z.B. „Nos vemos a las 8 por un cotorreo“.
  • día de los muertos: der „Tag der Toten“ am 2. November, ein ganz spezielles Fest!
  • DF: das „Distrito Federal“ bzw. Mexiko-Stadt, ausgesprochen „DeEfe
  • EE.UU.: Abkürzung für „Estados Unidos“ (USA)
  • enchiladas: belegte, aufgerollte und mit Chilli-Sauce überbackene Tortilla;
  • enfrijolda: belegte, aufgerollte und mit Bohnen-Sauce überbackene Tortilla;
  • entomatada: belegte, aufgerollte und mit Tomaten-Sauce überbackene Tortilla;
  • estufa: der Gasherd
  • federales: die Polizisten der „Policia Federal“. „Con cuidado!
  • fiesta: Paaaarty!
  • fogata: Lagerfeuer
  • fresa: eigentlich Erdberren, „fresas“ werden aber vor allem die arroganten, neureichen, hohlköpfigen und konsumwütigen Großstadtbewohner genannt.
  • frijoles: die Bohnen, sollten eigentlich bei jeder Mahlzeit in Mexiko dabei sein.
  • gabacho: die USA bzw. die “Gringos”, z.B. „Mañana me voy pal gabacho” ( „Morgen fahr ich rauf in die USA“)
  • gordita: die „kleine Dicke”, gefüllte Maismehltasche.
  • gringo/a: aus den USA kommend bzw. die Bewohner EE.UU.
  • Gringolandia: die USA
  • grosero: jemand, der viele Schimpfwörter verwendet
  • güero: nette Bezeichnung für einen „Blondling“, falls Sie jedoch nur ein bisschen hellhäutiger sind, werden Sie auch ohne blones Haar häufig „güero“ genannt werden
  • güey: auch „wey“ geschrieben, bedeutet eigentlich Ochse, wird aber tausendfach als Ansprache im Sinn von „Alter“ oder „Oida“ verwendet. „Que pasa, güey? No seas tan pendejo, wey!
  • horchata: gezuckertes Getränk aus Reis, Zimt, Milch, Wasser und Eis
  • hueva: „qué hueva“ oder „me da hueva“ drückt aus, dass man keinen Bock/keine Lust hat bzw. gerade faul ist
  • huevón: „fauler Sack“
  • indígena: Indigene/r
  • itacate: dreieckige, gefüllte Maistasche, Spezialität aus Tepoztlan, Morelos
  • jarocho/a: aus Veracruz kommend bzw. die Bewohner aus Veracruz.
  • licuado: (Milch-)Mixgetränk
  • ligar: flirten
  • llorona: die Heulsuse
  • lucha libre: „freier Kampf“, in ganz Mexiko beliebter Schaukampf, ähnlich dem Wrestling in den USA
  • machismo: das „Machotum“
  • maciza: Mix aus verschiedenen Fleischsorten
  • madre: eigentlich die Mutter, der Begriff kann in Mexiko aber vielfältige Bedeutungen haben, z.B. „qué poca madre“ = „Wie mies!“ oder „está de madres“ = „das ist super!“
  • madrear: schlagen, prügeln
  • maíz: Mais
  • mamada: „qué mamada!“ bedeutet soviel wie „So ein Scheiße!“
  • mamado: stark oder cool
  • mamar: nuckeln bzw. „an der Brust saugen“, wird sehr sehr häufig in der Verwendung „No mames!“ verwendet, was soviel wie „Scheiß nicht rum!“ oder „Unglaublich!“ bedeutet, die umgänglichere Form davon ist „No manches!
  • mamón: ein muskelbepackter Kerl
  • mariachi: typisch mexikanische Folklore-Musikband
  • maricón: Schwuchtel
  • me vale (…): hier gibt es unzählige Variationen, wie „me vale (diez kilos de) verga“, „me vale pito“, „me vale madre“ usw…alle Ausdrücke bedeuten „Ist mir wurscht!“
  • mezcal: der berühmte, mexikanische Agaven-Schnaps
  • michelada: Bier-Mischgetränk
  • milanesa: paniertes Schnitzel, ähnlich dem „Wiener Schnitzel“
  • milpa: Feld, Acker
  • mochila: der Rucksack
  • molcajeta: Steinmörser zur Zubereitung von Saucen
  • mole: die „magische“ Sauce Mexikos, hier finden sie im ganzen Land tausende Variationen, zumeist aus Chilli, Nüssen, Schokolade, Gewürzen, Gemüse uvm…
  • mordida: ein kleines „Schmiergeld“, was man zumeist einem Verkehrspolizisten zahlen sollte, um schneller weiterzukommen
  • mota: Marijuana
  • naco: ein allseits unbeliebter und unsympathischer Typ, der typischer Proll
  • narco: die im Drogen-Business involvierten Personen, mit denen man NIE etwas zu tun haben sollte (= Gefahr!)
  • nave: in Mexiko-Stadt das Auto (eigentlich ja Boot!), sagt man das allerdings in anderen Landesteilen, wird man jedoch nur komisch angeschaut
  • Nel!: ungangssprachlich „Nein!“
  • neta: „Es neta?“ = „Stimmt das wirklich?“
  • ñoño: braver Typ, Streber
  • nopal: der Kaktus, eine mexikanische Spezialität
  • Orale!: eine Ausspruch der hunderte verschiedene Bedeutungen je nach Betonung haben kann, in etwa „Wirklich?!“, „Los!“, „Wow!“ uvm…
  • onda: die Welle, wird hauptsächlich als Begrüßungsformel verwendet, „Qué onda, wey?“ („Wie geht’s, Alter?“)
  • Oye!: „Hör mal!“
  • padre: der Vater, aber ähnlich wie „madre“ kann das Wort in vielen verschiedenen Zusammenhängen und Bedeutungen verwendet werden. „Qué padre“ = „Wie geil!“
  • pastor:der Hirte, wovon der Begriff „Tacos al Pastor“ kommt.
  • peda: das Besäufnis
  • pedo: der Furz, kann aber in vielfältigen Verwendungen auftauchen, wie z.B. „Qué pedo?“ („Was ist los?“) oder „No hay pedo!“ („Kein Problem!“)
  • pendejo: eigentlich das Schamhaar, jedoch wird das Wort verwendet um jemanden „Trottel“ oder „Idiot“ zu nennen
  • permiso: die Erlaubnis, die Phrase „con permiso!“ bedeutet „Darf ich mal bitte durch!“
  • pesero: kleine Buse
  • peyote: meskalinhaltiger, psychoaktiver Kaktus, welcher von den Rarámuri (indigenes Volk in Nordmexiko) für zeremonielle Zwecke und shamanistische Erfahrungen verwendet wird
  • piñata: Pappmaché-Puppe gefüllt mit Süßigkeiten auf welche bei festlichen Anlässen mit Holzstangen eingeschlagen wird, bis der süße Inhalt zu Boden rieselt
  • pinche: das wohl wichtigste Adjektiv in Mexiko, welches fast in jedem Zusammenhang einem Substantiv vorgestellt werden kann. Es hat zwar meistens negative Bedeutung, dies hängt jedoch auch vom Tonfall ab. „Me robaron en el pinche metro!“ („Sie haben mich in der scheiß U-Bahn ausgeraubt!“) oder „Pinche Juan, no seas siempre tan pendejo!“ („Mein allerliebster Juan, sei doch nicht immer so blauäugig“!)
  • plátano: die Banane
  • poblano/a: aus Puebla kommend bzw. die Bewohner der Stadt
  • poli: der Polizist
  • popote: der Strohhalm
  • puesto de comida: Essens-Stand
  • pulque: vergorenes, leicht alkoholisches Getränk aus Agave, das „Getränk der Götter“
  • puta: die Prostituierte
  • puto: Schwuchtel
  • quesadilla: mit Käse gefüllte Tortilla
  • refresco: die zahlreichen in Mexiko erhältlichen Softdrinks. Traurigerweise sind die Mexikaner Weltmeister im Konsum dieser Zuckerbomben!
  • regio/a: aus Monterrey kommend bzw. die Bewohner dieser nordmexikanischen Metropole
  • riquísimo: Steigerungsform von „rico“ = „lecker“
  • salsa: Sauce (zumeist aus Chilli)
  • serpiente: die Schlange
  • Simón!: „Jawohl!“
  • sincronizada: Weizentortilla mit Schinken und Käse
  • sopa: die Suppe
  • sope: belegte Schiffchen aus Maismehl
  • taco:unser absoluter Lieblingsimbiss in Mexiko
  • tamal: köstlicher im Bananen- oder Maisblatt gedämpfter Maisteig mit Füllung
  • tapatío/a: aus Guadalajara kommend bzw. die Bewohner der Stadt
  • taquero: der „Taco-Koch“
  • Tenochbabylon: Verbindung der Worte „Tenochtitlán“ (ehemalige Hauptstadt des Aztekenreichs am heutigen Stadtgebiet von Mexiko-Stadt) und „Babylonia„, Beschreibung für Mexiko-Stadt als riesiger, aus den Ufern getretener, städtischer Moloch.
  • tequila: das berühmteste Produkt aus dem Bundesstaat Jalisco, hergestellt ausschließlich aus der Blauen Agave
  • tianguis: kleiner, rustikaler Markt
  • tlacoyo: mit Bohnen, Nopal und anderen Zutaten belegter Fladen aus Maismehl
  • tlapalería: Eisen- und Farbenfachhandlung, einfach ein Laden, wo man alles zum Heimwerken findet
  • tortilla: Fladenbrot (entweder aus Mais- oder Weizenmehl)
  • tostada: gebackene, knusprige Tortilla
  • trampa: die Falle bzw. die Schummelei
  • tranza: „Qué tranza?“ bedeutet soviel wie „Was geht ab?“ und wird auch als Begrüßungsformel verwendet
  • trucha: die Forelle
  • varo: die „Kohle“ bzw. das Geld
  • vírgen: die Jungfrau; die „Vírgen de Guadalupe“ hat wichtigen religiösen Symbolcharakter in Mexiko
  • xido/a: andere Schreibweise für „chido“ („cool“, „super“, „genial“)
  • Xinantécatl: der Vulkan Nevado de Toluca (4780m)
  • Xochimilco: Delegation im Süden von Mexiko-Stadt mit vielen Wasserkanälen und Gärtnereien, das „Venedig Mexikos“
  • yucateco/a: aus Yucatán kommend bzw. die Bewohner von dort
  • zapotecos: die Zapoteken, das indigene „Wolkenvolk“, welches im Süden Oaxacas und Guerreros lebt
  • zonzo: der Dummkopf