Die mexikanische Tracht

Das Land Mexiko ist typisch für Tequila, Kakteen und scharfes Essen. Ein weiteres traditionelles Symbol, welches vor allem von den mexikanischen Männern getragen wird, ist der Sombrero. Als mexikanischer Sombrero wird ein Hut bezeichnet, welcher sich insbesondere aus Materialien wie Filz oder Stroh gefertigt ist und eine dreikrempige Form hat. Das Wort Sombrero leitet sich vom „Sombro“ ab, was soviel wie Schatten bedeutet. Daher ist die dreikrempige Form rings um den Hut auch sehr weit ausgebreitet. Neben seiner praktischen Funktion als Sonnenschutz gehört der Sombrero darüber hinaus auch zum Ensemble einer typischen mexikanischen Tracht. Neben dem mexikanischen Sombrero gibt es diesen Hut auch in vielen Regionen Spaniens. Dieser sieht in seiner Form jedoch ein wenig anders aus. 

Zu einer mexikanischen Tracht gehört neben dem typischen Sombrero, einem Hemd und einer Hose, welche meist aus Farben wie Camel, Beige oder Sand bestehen. Der Poncho in seiner typischen Mantelform, welche jedoch als ein Stück den ganzen Körper bedeckt, wird als Umhang über dem Hemd getragen. Durch seine kräftige Farbgestaltung hebt sich der Poncho ein wenig von der restlichen Bekleidung ab. Wie der Sombrero hat auch der Poncho eine nützliche Funktion. Er schützt bei schlechtem Wetter vor dem Regen.

Darüber hinaus gehören zum Mexikaner Kostüm auch ein Paar robuste Stiefel dazu. Die Hosen des Kostüms werden meistens in die Stiefel gesteckt, da diese zum Teil fast bis zum Knie gehen. Die Stiefel selbst sind meist aus schwarzer Farbe und sehr strapazierfähigem Leder hergestellt. Damit bleiben die Schuhe auch dann bequem, wenn es über Stock und Stein geht. Accessoires wie Nieten oder Flatterbänder können ebenfalls auf dem Anzug sein. Dazu wird ein Sombrero getragen.

Die mexikanische Tracht, getragen von einer Frau, wird als China Poblana bezeichnet. Streng genommen ist dieser Begriff ein „Spitzname“ der mexikanischen Nonne Catarina de San Juan. Wortwörtlich übersetzt bedeutet China Poblana eine „traditionelle Frau aus Puebla“.

Die Geschichte des China Poblana begann mit einer Dame Namens Mirra. Sie war eine junge Frau welche aus Indien stammte, und trug daher den traditionellen Sari. Sie wurde bei einer Seereise nach Neuspanien von Piraten entführt. Mirra konnte sich befreien und fand Schutzt in einem Jesuitenkloster, wo sie auf den Namen Catarina de San Juan getauft wurde. Nach einer zweiten Entführung wurde Catarina nach Acapulco gebracht, wo sie als Sklavin an Poblano Miguel de Sosa verkauft wurde. Durch den Sari den Caterina trug, hatte sie vermutlich einen Einfluss für den Stil der China Poblana. Nach dem Tod ihres Herrn Miguel de Sosa schloss sie sich erneut einem Kloster an, wo sie Visionen von Jesuschristus und der Jungfrau Maria hatte. Catarina de San Juan starb am 5, Januar 1688 im Alter von 82 Jahren.

Typische Bestandteile der Kleidung der China Poblana, in die auch spanische Traditionen eingeflossen sind, 

  • eine weiße Bluse mit bunten Stickereien
  • ein Überrock
  • ein weißer Unterrock
  • ein Band, das den Rock um die Hüfte befestigt
  • teilweise ein Schultertuch, das auch als Kopftuch getragen oder zum Tragen von Lasten verwendet werden kann.

Die Details der China Poblana fallen je nach Region unterschiedlich aus, so haben sich speziell in der Zusammensetzung der getragenen Farben eigene Stile in den Regionen herausgebildet.